UV-Dosis aus Bestrahlungsstärke und Zeit

H = E · t

mW/cm²
s
mJ/cm²

In beide Richtungen: Aus zwei Werten folgt der dritte. Die Rechnung gilt für den Wert am Ort des Organismus – nicht für die Nennleistung der Lampe. In Wasser, an Oberflächen und in Luft liegt die tatsächlich ankommende Fluenz oft weit darunter: Absorption, Streuung, Abschattung und Lampenalterung ziehen sie herunter. Für die Trinkwasserdesinfektion verlangen DIN 19294 und ÖNORM M 5873 eine reduktionsäquivalente Fluenz von 40 mJ/cm² (400 J/m²).

Welche Log-Stufe erreicht diese Fluenz?

1 log = 90 % ··· 2 log = 99 % ··· 3 log = 99,9 % ··· 4 log = 99,99 %

mJ/cm²
log

Erreger auswählen, dann in eines der beiden Felder schreiben – das andere folgt. Die Werte stammen aus Kollimatorversuchen (USEPA UV Disinfection Guidance Manual): definierte Fluenz, dünne Schicht, bekannte Transmission. Ein Reaktor erreicht diese Werte nicht automatisch – dort verteilt sich die Fluenz über die Strömung, und maßgeblich ist die reduktionsäquivalente Fluenz aus der Biodosimetrie. Zwischen den Stützstellen wird linear interpoliert; reale Kurven flachen bei hohen Fluenzen ab.

Fluenz je Erreger und Log-Stufe

254 nm, Kollimatorversuch, Angaben in mJ/cm²

Erreger 1 log (90 %) 2 log (99 %) 3 log (99,9 %) 4 log (99,99 %)
34,86,78,4
3,156,99,4
2,55,81222
2,15,21122
10264054
18385882
20396081
4283121167

Der Spreizung wegen lohnt der Blick auf die letzte Zeile: Adenoviren brauchen rund zwanzigmal so viel wie E. coli. Eine Anlage, die für Bakterien ausgelegt ist, ist damit noch lange nicht virensicher. Quelle: USEPA UV Disinfection Guidance Manual.